Christina Rommel im Interview

Christina Rommel fühlt sich „Nordwest“

Das neue Album von Christina Rommel heißt „Nordwest“. Entstanden ist es im Nordwesten der USA, an beeindruckenden und einsamen Orten. An Küsten mit wilder Brandung und an Seen umgeben von eindrucksvollen Bergpanoramen. Eindrücke davon gibt es im Video zur aktuellen Single „Nordwest“. „Wir wollten einfach den Kopf freibekommen“, sagt Christina im Videointerview. Zuhause klappt das nicht, da ist immer irgendetwas los und klingelt das Handy.

Kreative Ausszeit

Das war in den USA anders. Hier können sich Christina Rommel und ihre Band voll und ganz auf die Musik konzentrieren. Bald stellt sich ein Gefühl ein, das am besten als „Nordwest“ beschrieben werden kann. Wie kann man sich nordwest fühlen?, frage ich und bekomme bei Christina Rommels Beschreibung und Erzählungen ziemlich schnell einen Eindruck, was gemeint ist. Wind, Wolken und Wellen, die rauhe Natürlichkeit und Weite in den Dingen. Dazu das Gefühl nur ein winziger Teil zu sein, eigentlich unerheblich und vergänglich, nur ein Wimpernschlag.  Ja, man kann sich nordwest fühlen.

Mutige Songs

Aus der Distanz auf das eigene Leben in Deutschland zu blicken, vielleicht hat das auch zu Liedern wie „Kind der Strasse“ und „Armes Deutschland“ geführt. Beide Titel gehören zu unseren mutigsten Stücken auf dem Album, sagt Christina. „Wir haben uns sicherlich weiterentwickelt, sind mutiger geworden und haben als Künstler auch eine Verantwortung.“ Eine Verantwortung anzusprechen, was uns stört und den Fokus auf bestimmte Dinge zu richten. Das kann durchaus selbstironisch sein, wie in „Kind der Strasse“, wo es um das große Gedränge da draußen geht, um Lärm und Menschenmassen. „Du wirst nie ein Kind der Strasse“ heißt es im Text, „denn da tobt die Menschenmasse. Bleib zu Haus aus guten Grund, denn öffentlich ist ungesund.“

Der innerhalb der Band am meisten diskutierte Titel ist „Armes Deutschland“. Hier geht es um Justitia, die bisweilen nur auf einem Auge blind ist. „Da haben wir lange diskutiert, aber ich bin froh, dass wir den Titel auf dem Album haben. „Mittlerweile ist es fast der Wichtigste Song“, sagt Christina Rommel. Bestätigt werden wir auch von den Reaktionen der Fans, die es durchweg gutfinden, dass wir nicht nur „schöne Lieder“ singen.

Das Video-Interview mit Christina Rommel ist am 17.11.2015 für Antenne Brandenburg aufgenommen worden. Zu sehen unter den Starvideos.

 

 

 

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