Enigma – The Fall Of A Rebel Angel

Michael Cretu – Enigma.

Als Michael Cretu Ende der 1980er Jahre künstlerisch nach neuen Wegen sucht, gründet er das Musikprojekt „Enigma“. Gleich das erste Album „MCMXC“ (die römische Zahl für 1990) wird international ein Riesenerfolg. In 24 Ländern Nummer 1, 17 mal Platin und 25-mal Gold.

Wer hinter Enigma steckt ist zunächst ein Geheimnis, bis schließlich jemand aus dem Team verrät, dass Michael Cretu Erfinder und Mastermind ist. Damit ist Cretus Idee „Enigma“ weiter als „Band ohne Namen“ zu betreiben hinfällig. „Was solls“, sagt Michael Cretu inzwischen in Interviews.

The Fall Of A Rebel Angel.

Nach „MCMXC“, auf der Michael Cretu erstmals gregorianische Mönchsgesänge einsetzt, bastelt der Musikproduzent weiter am zunehmend esoterisch angehauchten Sound von Enigma. Es folgen die Alben „Cornelius + Cretu“ (1992), „The Cross of Changes“ (1993), „Le Roi est mort“ (1996), „The Energy of Sound“ (1998), „The Screen Behind the Mirror“ (2000),  „Voygeur“ (2003), „A Posterion“ (2006) und „Seven Lives Many Faces“ (2008). Dann ist erst einmal Schluss.

Nach achtjähriger Abstinenz präsentiert Michael Cretu jetzt (Ende 2016) das neue Album „The Fall Of A Rebel Angel“. Auf die Frage, warum er denn so lange für das neue Enigma Album gebraucht habe, antwortet Michael Cretu, dass er einfach Lust hatte, etwas anderes zu machen. „Sieben Alben in 18 Jahren, das ist eine Menge“, so Cretu.

2008 habe er angefangen ein Mussical zu schreiben, auf der Grundlage des Stummfilm-Klassikers „Metropolis“ von Fritz Lang, erzählt Cretu. Das sei nach gut 4 Jahren inzwischen fast fertig. Irgendwann sei dann der Wunsch entstanden ein neues  Enigma Album zu schreiben. Daran habe er auch mehr als 3 Jahre gearbeitet. Summa summarum seinen das 8 Jahre, ein kurzes Lächeln flattert über sein Gesicht.

Michael Cretu arbeitete 3 jahre am neuen Enigma Album

Michael Cretu. Tüfteln am Enigma Album

Tüfteln – Stunden, Tage, Monate.

Wenn Michael Cretu von einer Idee überzeugt ist, tüftelt er Stunden, Tage und Monate im Studio, bis er schließlich mit dem Ergebnis zufrieden ist. Enigma ist Musik auf hohem Niveau. Tausende Sounds und Kollagen. Auch wenn Teamkollegen sagen, dass nichts mehr zu verbessern ist, fehtlt Michael Cretu manchmal doch noch etwas. „Das ist meine große Leidenschaft“, sagt er und wie er das sagt, klingt es absolut überzeugend.

Enigma – Keine Kopie.

Auf die Charts schaue er nicht, wenn er ins Studio gehe, führt Michael Cretu aus. Enigma habe immer schon seinen eigenen Sound gehabt. Alles was er wolle ist, einen zeitgemäßen Enigma-Sound zu kreieren, sagt Cretu. „Modern sein, aber mit neuen Sounds, mit neuen Elementen. Ich mag nicht Sachen zu kopieren.“

Sadness (Part II).

Mit „Sadness (Part II)“ findet sich ein Titel des ersten Enigma Albums auf „The Fall Of A Rebel Angel“. Natürlich ist das nicht der gleiche Song, sondern vielmehr eine Erinnerung an die Anfänge, beschreibt Michael Cretu seinen Ansatz.

Nach 25 Jahren habe er an die Anfänge erinnern wollen. Nicht nur mit „Sadness (Part II), sondern mit dem gesamten Album. Deshalb habe er Elemente von der Stimmung von damals aufgegriffen und neu interpretiert. Zum Beispiel die Themen „Sexualität“, „Religion“ und „Zahlen“. Jeder der 12 Songs stehe als ein Kapitel in einem Buch, so Cretu. Erzählt werde die Geschichte eines fiktiven Protagonisten, der sich auf die Reise zu einem neuen, erfüllteren Leben begibt. Etwas, das uns alle so oder so ähnlich schon einmal passiert sei.

Michael Cretu war am 15.11.2016 zum Interview bei Antenne Brandenburg. Hier ist auch das Videointerview entstanden.

 

 

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