Mein Weg

Bielefeld.

Mein Weg beginnt in Ost-Westfalen im schönen Bielefeld. Die Stadt, die es angeblich nicht gibt. Sei es drum, Münsteraner lachen und ich eigentlich auch, denn die Idee ist ja nicht schlecht. In Bielefeld habe ich jedengfalls das Licht der Welt erblickt. Eine wahnsinnig schöne Kindheit erlebt. Zum Bavink-Gymnasium gegangen und nicht sitzen geblieben. Erstes 2.Bundesligaspiel gesehen: Arminia Bielefeld gegen Gütersloh.

Mit 16 endlich den Moped-Führerschein gemacht. Ab da mit den Freunden alle damaligen Diskotheken besucht, die New Wave, Punk und Indierock gespielt haben. Lieblingsladen PC69 in Bielefeld. Gibts inzwischen auch nicht mehr. Lieblingsbands zu der Zeit: „Sisters Of Mercy“, „Wipers“, „Cure“, „Vietnam Veterans“ etc. Mit klassischer Charts-Musik kann ich bis heute wenig angefangen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. In den Ferien in einer Dreherei und als Fensterputzer gejobbt. Das einem die Knie vor Angst schlottern können am eigen Leib erfahren, als wir in schwindelnder Höhe Industriefester über einem Schmelztigel geputzt haben. U2 live in Münster gesehen, damals noch als eine Vorband.

Göttingen.

Nach dem Abitur in den Urlaub gefahren und anschließend 15 Monate als Kraftfahrer gedient. Mein Weg als Umweg. Immerhin Menschenkenntnis gewonnen. Kaserne in Stade inzwischen in ein Wohngebiet umgewandelt. Gut so. Dann Studium in Göttingen. Magisterstudiengang mit Hauptfach Geschichte und den zwei Nebenfächern Politikwissenschaften und Publizistik. WG-Erfahrung gesammelt. Göttingen war prima. Klein, aber zum Studieren super, jedenfalls in den Jahren 1986-88. Geld mit Bierausfahren und Büchereinsortieren verdient. Latein und französisch gepaukt. Hat sogar Spaß gemacht.

Berlin.

Nach der Zwischenprüfung führt mich mein Weg nach Berlin. Scheine nachmachen, weil hier Einiges anders war. Pendeln zwischen FU-Rostlaube und Lankwitz. Zum Geldverdienen Taxischein erworben und am Wochenende abends und nachts durch Berlin gedüst. Im Sommer der Kurfürsten-Damm in den frühen Morgenstunden. Die letzten Nachtschwärmer unterwegs und die BSR schon am Reinigen – super! In der Zeit eines der besten Livekonzerte erlebt: „Noir Desir“. Muss 1994 gewesen sein. Im Knaack-Club. Musikalisch anschließend von Oasis und „whatever“ geflasht, „Massiv Attack“ live gesehen und später dann auch Archive-Fan geworden.

Profession.

Nach dem Studienabschluss Praktikum beim damaligen SFB ergattert und hängen geblieben. Vom Praktikanten bis zum Moderator hochgearbeitet. Als Reporter unterwegs. Überall in der Stadt. An Kletterwänden gehangen, Politiker interviewt und einmal sogar vom fahrenden Motorrad den Skatermarathon moderiert. Als Nachrichtenredakteur und Sprecher tätig und als Redakteur Sendungen geplant und betreut. In der Sportredaktion gearbeitet und als Hertha-Chefreporter unterwegs. Live-Co-Kommentator des Pokalendspiels Schalke gegen Leverkusen. Später in der Musikredaktion angesiedelt. Immer auch tagesaktuell gearbeitet und immer voller Tatendrang für den besten Job der Welt.

Privat Frau fürs Leben gefunden und zweimal Papa geworden. Voll stolz! Zwischendrin eigene Firma gegründet und verschiedene Comedyserien produziert, u.a. „Merkels Mailbox“ für den WDR und die „Süpertester“ für den RBB. Serien für die Fußball EM  produziert, „Ungewöhnlichee Fußballfragen“ und für Antenne Brandenburg die „Sternstunden – Deutsche Stars und ihre Hits“. Die Stationen meines Radioschaffens: Radio BZwei (SFB), radioeins (SFB/ORB), radiomultikulti (SFB), FAZ- Businessradio Berlin, noch einmal radiomultikulti (RBB), antennebrandenburg (RBB) und radioberlin (RBB).

Vor ein paar Jahren Multimedia – Crossmedia für mich entdeckt. Das Arbeiten und die Möglichkeiten haben mich fasziniert und tun es noch immer. Weiterbildung zum Videojournalisten und Anschaffung des gesamten Video- und Produktions-Equipments. Hat mich gepackt. Für Antenne Brandenburg produziere ich aktuelle Beiträge, die „Moderatorenportraits“ und die Videointerviewserie „Starvideos“. Für die Deutsche Welle (TV) bin ich als Freier Mitarbeiter und VJ im Einsatz.

Weil ich mich mit CMS und social media management auskennen wollte, habe ich mich außerdem zum Onlineredakteur weitergebildet. Jetzt bin ich als selbständiger Journalist tätig. That´s it.

Aber es geht ja noch weiter… :O)